Über die Weinbergschnecke


Früher gab es in unserer Gegend - dem Südburgenland - viele Weinbergschnecken. Die Gegend ist auch bekannt als die „Weinidylle Südburgenland“. Die Bodenbeschaffenheit und das Klima des Weinbaugebietes sind auch bestens für die Weinbergschnecken geeignet.

 

Als das Einsammeln der Weinbergschnecken noch erlaubt war, haben viele meiner älteren Bekannten die Schnecken gesammelt, an die Wirte verkauft und sich so ein gutes Taschengeld damit verdient. Damals waren die Weinbergschnecken in unseren Küchen noch viel gängiger. Seit diese Schnecke unter Naturschutz steht, ist der Konsum stetig abgeflacht. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es damals keine Zuchten gab und sie deshalb schwer zu beschaffen waren. Der Einzug der spanischen Wegschnecke (der roten Nacktschnecke) trug ebenfalls seinen Teil dazu bei, den hiesigen Leuten den Appetit auf die Schnecken zu verderben.

 

Doch haben beide Arten ganz verschiedene Verhaltensweisen. Während die roten Nacktschnecken sich in jeder Gegend wohlfühlen und alles vertilgen, was in „Muttis Garten“ gedeiht, ist die Weinbergschnecke (Helix Pomatia) sehr zurückhaltend und bleibt (außer in Regenzeiten) lieber im Schatten des Waldes. Am liebsten hält sie sich in den zahlreich vorhandenen Brennnesselfeldern und in Sumpfgebieten auf. Im Allgemeinen fressen sie am liebsten abgestorbene oder welke Pflanzen. So zählen sie eher zu den nützlichen, als zu den schädlichen Tieren.

Zurzeit ist der Konsum der Weinbergschnecke wieder im Kommen. 

 

Die heimische Helix Pomatia
Die heimische Helix Pomatia
Die französische Helix Aspersa
Die französische Helix Aspersa